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Das Kibera Jugend-Solarprojekt

Solafrica.ch fördert den Aufbau einer Produktion von portablen Solarlampen in Kenia und deren Verkauf an Personen mit niedrigem Einkommen. Das Projekt startet gleichzeitig in den Kibera Slums von Nairobi und in der Schweiz mit dem Ziel hier “solares Lernen” zu fördern. Die Solarlampen werden als fairtrade Produkte verkauft.

Zielsetzungen
•    Verbreitung einer portablen Solarlampe für den Alltag
•    Schaffen von Arbeitsplätzen für junge Menschen vor Ort
•    Demonstration der Funktionsweise von Solarenergie für SchülerInnen in der Schweiz


Pilotprojekt (bis Mitte 2010)

Das Pilotprojekt startete im August 2009 mit einer Solarausbildung von 15 Jugendlichen in Kibera. In diesem Rahmen werden 1500 portable Solarlampen aus Bauteilen aus der Schweiz zusammengebaut. Neben dem Verkauf in Kibera selbst wird ein Teil der Lampen in die Schweiz importiert und als fairtrade-Produkt verkauft oder als Bausatz für Schulungszwecke in Workshops verwendet.

Partner von Solafrica.ch

•    “Kibera community youth programme” ist eine Jugendorganisation in Kenia, die bereits Solarladegeräte für Telefone und Mini-Solarzellen für Radios herstellt. Mit diesen Produkten gewann sie im Jahr 2007 den “Clear Energy World Award”.

•    Megasol ist eine Schweizer Solarfirma und hat die portable Solarlampe entwickelt.

•    Greenpeace “Youth Support Center” fördert Solarenergie und “solares Lernen” in internationalen Jugendprojekten (Solar-Generation).

 

Eine Mini-Solarlampe pro Kind

Typisches Klassenzimmer in Kibera

 

Kibera ist ein Armenviertel (“Slum”) in den Aussen¬bezirken von Nairobi und Heimat von ungefähr einer Million Menschen. Kibera ist das grösste Armenviertel Afrikas. Bewohnerinnen und Bewohner haben hier keinen Zugang zu Elektrizität. Die wichtigste Lichtquelle sind Petrol-Lampen, mit denen die kleinen Ein-Zimmer-Hütten beleuchtet werden. Diese erzeugen nur schlechtes Licht, toxischen Rauch und stellen zudem eine enorme Brandgefahr dar. Da es keine Strassen¬beleuchtung gibt, sind die Strassen in der Nacht dunkel und insbesondere für Kinder gefährlich. Nach 18 Uhr müssen Kinder zu Hause bleiben, sonst riskieren sie misshandelt oder ausgeraubt zu werden. Mit der Initiative “Eine portable Solarlampe pro Kind” wollen wir die Kinder von Kibera mit dem Besitz einer eigenen Solarlampe unterstützen. Die Solarlampe können sie am Abend benützen, zB. um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Sie dient auch als Taschenlampe z.B., um auf die Toilette zu gehen, die sich ausserhalb des Hauses befindet..

Mehr als 40% der Bewohner und Bewohnerinnen von Kibera arbeiten als Sicherheitsangestellte. Sie benützen herkömmliche Batterien niedriger Qualität, die durchschnittlich alle 2 Wochen ersetzt werden müssen.

 

 

Die nächsten Schritte

Übergeordete Ziele des Projekts
•    Etablierung einer Solarlampen-Produktion in Kibera
•    Erschwingliche Solarlampen (teilsubventioniert)
•    Ausbildung von Solar-TechnikerInnen
•    Schaffung von neuen Märkten und nachhaltigen Jobs
•    Aufbau einer Verkaufsorganisation

Mittel- und langfristige Ziele
•    Produktion von 3000 Solarlampen im Jahr 2011
•    Ausbildung von mehr als 500 Jugendlichen zu Solar-Profis in den nächsten 5 Jahren
•    Ein zweites und später ein drittes Produkt
•    Produktion von 3000- 5000 Solarlampen im Jahr
•    Aufbau eines Ladens mit Recycling- und Reparaturwerkstätte

Technologie

Die portable Solarlampe besteht aus einem kleinen Solarpanel hoher Qualität, drei wieder aufladbaren Batterien, zehn kleinen LED-Lampen und einem Holzgehäuse. Sie erzeugt genügend Licht, um einen Raum zu beleuchten und kann auch als Taschenlampe benutzt werden. Die Lampen wurden in der Schweiz, Kenia, Nicaragua und in den Philippinen erfolgreich getestet.

Vorteile – Erfolgskriterien
•    einfach zusammenzubauen
•    einfach zu verstehen
•    langlebige Solarzellen
•    helles LED-Licht
•    wieder aufladbare Batterien


Weitere Möglichkeiten für Produkte
(in Abklärung)
•    Solarlaternen als Ersatz für Petrol-Lampen
•    Solar Inselsysteme gefördert durch eine bestehende Lehrerorganisation (mit Mikrokreditsystem)

 
 

 

 

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